Neue Horizonte erschlossen sich die 8t Klässler der Zellerschule am girls and boys day, bei dem die Mädchen für einen Tag in typische männlich besetzte Berufsfelder hineinschnuppern konnten, während die Jungs sich mit Berufen im Pflege- und Gesundheitswesen bekannt machten, die immer noch eher weiblich dominiert sind.

Der girls and boys day findet als Angebot für alle Schülerinnen und Schüler jährlich bundesweit statt, was die Zellerschule seit einigen Jahren aufgreift und im Rahmen der Berufsorientierung für alle Schüler der achten Klassen verpflichtend durchführt.

Während die Mädchen in großen Firmen wie Fischertechnik Waldachtal, Diener electronic Ebhausen, LGI Herrenberg und Daimler Sindelfingen beweisen konnten, dass „Frau und Technik“ zwei durchaus zusammenpassende Begriffe sind, besuchten die Jungen eine Altenpflegeklasse des Berufsschulzentrums Nagold, wo sie unter der Leitung von Oliver Schmitt, Bereichsleitung Altenpflege, gemeinsam mit den dortigen Schülern Aufgaben aus diesem Gebiet lösen mussten. Wie hebe ich jemanden aus dem Bett in den Rollstuhl? Wie wasche ich eine bettlägerige Person? Wie nehme ich den Blutzucker, den Blutdruck, den Puls richtig ab? All dies konnten die Zellerschüler praktisch erproben.
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Am Nachmittag machten die Jungen sich in drei Gruppen auf, um im Gertrud-Teufel Altersheim, in der Bruderhaus Diakonie und bei der Lebenshilfe die Alltagswirklichkeit der Pflege kennenzulernen. Unter der kompetenten Führung von Frau Salomon (Lebenshilfe) durften die Jungen u.a. einen Lifter für Körperbehinderte am eigenen Leib ausprobieren, in der Bruderhaus Diakonie hatten die Auszubildenden Lena Heller und der Bufdi Marco Bischoff nach der sachkundigen Führung ein Tischkickerspiel mit den Bewohnern organisiert. Auch im Gertud Teufel Altersheim lernten die Jungen das Berufsfeld „Pflege“ aus erster Hand kennen.

Währenddessen konnten sich die Mädchen einen ganzen Tag lang im Löten, Schrauben, Basteln und Tüfteln ausprobieren: bei der Firma Diener electronic Ebhausen hatten sie die einmalige Chance, in Plasma zu schauen und eine funktionierende Sirene zu bauen, während die Mädchen bei fischertechnik in Tumlingen mit einem selbst gebauten Handyhalter nach Hause gingen. Auch bei den Daimlerwerken Sindelfingen und der LGI Herrenberg war neben der Betriebsführung und Berufsinformation Praxis angesagt.
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Sämtliche Firmen und Institutionen hatten den Tag hervorragend auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten vorbereitet und versorgten sie darüber hinaus noch mit Snacks und Getränken, so dass am Ende alle Achtklässler nicht nur mit vielen neuen Eindrücken und Informationen zurückkamen, sondern auch voller Lob für die ausrichtenden Betriebe – feedback: ein rundum gelungener Tag!